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Gedanken zu den Texten vom 15. Sonntag im Jahreskreis Jes 55,10f. Mt 13,1-9 |
Gottes Wort ist kein einfach dahingesagtes Wort. Gottes Wort ist ein wirkmächtiges Wort. Die erste Schöpfungserzählung im Buch Genesis betont sogar, dass JHWH die ganze Welt allein durch sein Wort erschaffen hat.
Und Psalm 33 bringt es gleichsam auf den Punkt: "Durch JHWH's Wort entstanden die Himmel, durch den Hauch seines Mundes ihr ganzes Heer... Denn er spricht, und es geschieht, er befiehlt, und es steht da." (Ps 33,6.9) Wenn Gott spricht, dann ist das nicht nur einfach ein Wort, das dahergesagt wird. Es ist ein wirkmächtiges Wort. Gott selbst bringt dies beim Propheten Jesaja zum Ausdruck: "Ich spreche, mein Plan steht fest, was mir gefällt, das vollführe ich." (Jes 46,10) Am schönsten aber sagt es das Jesaja-Buch an der Stelle, die wir eben als Lesung gehört haben: "Wie der Regen und der Schnee vom Himmel fällt und nicht dorthin zurückkehrt, sondern die Erde tränkt und sie zum Keimen und Sprossen bringt, so ist es auch mit Gottes Wort. Es kehrt nicht leer zu ihm zurück. Es bewirkt, was Gott will, und es erreicht alles, wozu er es ausgesandt hat." (Jes 55,10f.) Ein Wort - was wird ein Wort schon fruchten? Ein Menschenwort sehr häufig nichts. Und ich hab das immer wieder in meinem Leben leidvoll erfahren - so leidvoll, dass ich bloßen Versprechungen kaum noch Glauben schenken möchte. Gottes Wort ist anders, das bezeugen ein ganzes Heer von Propheten und die in Schriftform niedergeschlagene Erfahrung, die Menschen über 1000 Jahre lang mit diesem Gott gemacht haben. Gottes Wort ist nicht Schall und Rauch. Gottes Wort ist verlässlich, ist wirkmächtig. Diesen Nachweis will die Bibel führen: "Gottes Wort bewirkt, was er - Gott - will, und es erreicht alles, wozu er - Gott - es ausgesandt hat" - damals und auch heute. |
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