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Gedanken zu den Texten vom 5.Sonntag im Jahreskreis Jes 58,7-10 Mt 5,13-16 |
"Ihr seid das Salz der Erde" (Mt 5,13). Was für ein Zuspruch von Jesus an uns Christ*innen. Ohne Salz wären viele Speisen nicht schmackhaft. Eine Suppe, die nicht gesalzen ist, schmeckt ziemlich fad. Andererseits aber darf auch nicht zu viel Salz gegeben werden. Es muss dezent gestreut werden. Salz hat den Sinn, die Speisen zu würzen. Es ist nicht nur für sich selbst da. Allein ist Salz wertlos. Auch Salz hat nur dann Sinn, wenn es für etwas verwendet wird.
Wir sind alle Christ*innen, nicht für uns, sondern für andere. Wir sind Christ*innen, in dem wir für andere leben. Oft geschieht das unscheinbar, im Stillen, im Kleinen. Das ist das Bild für Salz, das eben ganz dezent gestreut werden muss. Oft reichen nur ein paar Körnchen. Oft sind es die kleinen Taten, die kleinen Worte, die das Leben anderer schmackhaft machen. Und genau das traut Jesus allem Anschein nach einer jeden/einem jeden von uns zu, dass wir Salz für die Erde sind. Jesus traut mir zu, die Welt zu würzen, sie zu bewahren (Salz dient ja auch der Konservierung) und sie zu einem besseren, lebenswerteren, schmackhafteren Ort zu machen, so dass Gott spürbar ist in unserer Welt, seine Gegenwart sichtbar wird. Wie eine kleine Prise Salz ein Essen gleich viel besser schmecken lässt, so soll durch mein Tun das Leben meiner Mitmenschen schmackhafter, lebenswerter, freude-erfüllter, aufbauender, ... werden. Jesus sagt mir im heutigen Evangelium zu, dass ich das nicht erst lernen muss, sondern dass ich das schon kann: "Ihr seid das Salz der Erde" - hier und jetzt und jeden Tag aufs Neue. |
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