Flüstere die Hoffnung weiter
Wolfgang Poeplau
 
Noch sind wir wenige.
Aber wir flüstern die Hoffnung weiter.

Durch die Nervenzentren,
die Machtapparate,
die Computernetze.

Lassen das Flüstern einsickern
in den Beton der Befehlsbunker, der Raketensilos,
langsam, wie den Regen in das Ackerland.

Proben das Verzeihen mit gebundenen Händen,
den Widerstand der guten Gedanken,
die Operation am versteinerten Herzen -
Wiederbelebungsversuche der Menschlichkeit.

Wir flüstern die Hoffnung weiter,
damit man uns hört,
bevor die Worte im Hals stecken bleiben.

Wir rufen den Frieden aus.
Aber leise.