FÜRBITTEN
Sonntag, 5. September
 
Jesus hat die Tauben hören und die Stummen sprechen gemacht: Heute sind es vor allem Jugendliche, die nicht schweigen, sondern drastische Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels fordern, der die kommenden Generationen noch weit mehr treffen wird, als uns.
Wir bitten darum, dass auch wir Ältere, die wir vielleicht glauben unsere Schäfchen im Trockenen zu haben, nicht taub sind, sondern uns ebenso mutig für eine Umkehr in Kirche, Gesellschaft und Wirtschaft einsetzen.
Gott unser Herr, Schöpfer der Welt: Wir bitten dich, erhöre uns
 
In Afghanistan haben vor allem mutige Frauen, vielen anderen Augen und Ohren geöffnet und ihnen die Möglichkeit verschafft, sich als Menschen zu entwickeln und in der Gesellschaft zu artikulieren.
Öffne unsere Augen und Ohren, dass wir die Aufnahme solcher Personen nicht nur als Gebot der Menschlichkeit erkennen, sondern als eine reale Bereicherung der aufnehmenden Gesellschaft und als Hoffnung für die Zukunft der Welt.
Herr Jesus Christus, Bruder der Verfolgten: Wir bitten dich, erhöre uns.
 
Papst Franziskus setzt seine Hoffnung auf die Jungen und hat in seinen Enzykliken die Kirche und alle Menschen guten Willens zu Mut und Widerständigkeit beim Schutz der Natur und der von vielen als Fremde gesehenen Brüder und Schwestern aufgerufen.
Erfülle die Frauen und Männer in der Kirche mit Zuversicht und Fähigkeit, durch ein radikales Engagement in der Welt, in unserer Gesellschaft und besonders auch bei den Jugendlichen ihre Glaubwürdigkeit wieder zu gewinnen.
Geist Gottes, der du die Welt erneuerst: Wir bitten dich, erhöre uns.
 
Am Ende des Lebens wird dieses für viele von uns mühsam, wenn uns Gehör, Sehkraft und Beweglichkeit verlassen. Lass' alle, die durstig sind, gut begleitet in das Land mit den "sprudelnden Quellen" gelangen, wo die Augen der Blinden geöffnet und die Ohren der Tauben wieder offen sind, wo der Lahme springt wie ein Hirsch und die Zunge des Stummen aufjauchzt.
Dreieiniger Gott, auf den wir hoffen: Wir bitten dich, erhöre uns.
 
In Stille legen wir nun unsere persönlichen Belastungen und Sorgen vor Gott.